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Volksbank Koblenz Mittelrhein eG
BLZ: 57090000
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Alles auf eine Karte setzen ist riskant!

 

Finanztipp von Sabine Spohr, Individualkundenbetreuerin bei der Volksbank Koblenz Mittelrhein eG 

Dank der bevorstehenden Abgeltungssteuer sollte Anlegern zumindest aus Steuersicht klar sein, wie sie ihr Hab und Gut jetzt optimal zusammensetzen müssen. Das Dilemma: Allein unter Steuergesichtspunkten darf niemand Anlageentscheidungen treffen.

Zu einem langfristig optimalen Vermögensaufbau gehört ein Aktienanteil, dessen Höhe je nach Anlegermentalität, Risikoeinschätzung und Lebensalter gewichtet sein soll. Kurzfristig können Aktieninvestments durchaus stark schwanken. Aber je länger der Anlagehorizont, desto geringer ist das Verlustrisiko.
Nervenschwachen Anlegern ist ein Depot mit festverzinslichen Werten zu empfehlen, welches zwar Rendite kostet aber wahrscheinlich einen ruhigeren Schlaf verschafft.
Ein liquides Vermögen mit jederzeitiger Verfügungsmöglichkeit schafft die Grundlage für kurzfristigen Finanzbedarf oder die Möglichkeit, spontan in die ein oder andere passende Geldanlage zu investieren. Sachwerte, wie Immobilien oder Schiffe sowie unter Umständen Rohstoffwerte runden die Angebotspalette ab.

Viele Anleger fragen nach der passenden Auswahl und dem richtigen Zeitpunkt der Geldanlagen. Studien haben ergeben, dass die Optimierung der Vermögensstruktur zu 92 Prozent durch die Diversifikation des Portfolios beeinflusst wird. Weitere sechs Prozent resultieren aus der Auswahl der einzelnen Anlagen, und nur zwei Prozent hängen vom Zeitpunkt der Anlageentscheidung ab. Seit den Forschungen des Nobelpreisträgers Harry M. Markowitz gilt unter Börsianern das Gesetz, dass die Aufteilung des Vermögens auf unterschiedliche Anlageformen, Branchen und Anlagestile die Risiko-Rendite-Struktur eines Portfolios verbessert. Dies über den Kauf einzelner Wertpapiere zu erreichen, erfordert jedoch ein profundes Finanzwissen und ein üppiges Vermögen. Als Alternative bieten sich Investmentfonds und Zertifikate an, mit denen sich jedermann indirekt eine Vielzahl verschiedenster Beteiligungen ins Depot legen kann.

Wie hoch ein Anleger einzelne Anlageformen gewichtet, sollte nicht nur von persönlichen Zielen und der Risikoneigung abhängig gemacht werden, sondern auch von seinem Alter und der jeweiligen Lebensphase. Zum Beispiel: Mit zunehmendem Lebensalter gewinnt der Sicherheitsaspekt einer Geldanlage größere Bedeutung. Vielfach werden Musterdepots angeboten, die jedoch nur eine grobe Richtschnur sein können. Zur Hausaufgabe der Anleger gehört in jedem Fall eine individuelle Gestaltung sowie die regelmäßige Überprüfung der Kapitalmarktbedingungen, der Einschätzung von Chancen und Risiken. In einem festen Intervall, das Gespräch mit einem persönlichen Betreuer einer Bank oder Sparkasse zu suchen, macht Sinn.