Dagmar Klötgen ist Privatkundenbetreuerin bei der Volksbank Koblenz Mittelrhein eG
Durch das Sparen vergleichsweise geringer Sparbeträge können Anleger reiche Ernte einfahren. Für langfristige Sparprozesse wie die eigene Altersvorsorge oder auch für die Ausbildung der Kinder oder Enkelkinder sind insbesondere Sparpläne mit Investmentfonds interessant.
Gerade wegen der Wirtschaftskrise ist es wichtig, sich der zahlreichen Vorzüge des regelmäßigen Ansparens zu besinnen. Denn wohl die meisten Menschen haben gute Gründe zu sparen. Schließlich soll der Nachwuchs später eine gute Ausbildung bekommen, man möchte sich schöne Konsumwünsche erfüllen oder vielleicht mal ein eigenes Heim als Sicherheit schaffen. Wer durch regelmäßiges Ansparen mit vergleichsweise geringen Sparbeträgen die Chancen nutzt, sich langfristig ein beachtliches Vermögen aufzubauen, profitiert von verschiedenen Effekten. Zum Beispiel: der Zinseszinseffekt. Denn: bereits gutgeschriebene Zinsen werden jedes Jahr wieder verzinst und das Vermögen kann so besonders stark ansteigen. Anleger, die zum Beispiel mit einem Fondssparplan sparen, könnten auch die Entwicklung an der Börse für die eigenen Ertragschancen nutzen. Dabei investiert man regelmäßig einen festen Betrag – bei niedrigen Kursen erhält der Anleger dafür viele Fondsanteile, bei hohen Kursen weniger. Auf diese Weise kann man von Kursschwankungen sogar profitieren.
Sparplan muss zu Sparzielen passen
Anleger sollten grundsätzlich überlegen, wofür und wie lange sie sparen möchten. Dabei dürfen Sparer ruhig mehrere Ziele gleichzeitig verfolgen, wenn sie zum Beispiel für die Ausbildung der Kinder und für die private Vorsorge sparen. Schon ab 50 Euro monatlich ist ein Einstieg möglich. Wer sein Geld nicht nur dem Sparschwein anvertrauen möchte, sondern die Chance nutzen will, es zu vermehren, dem bieten Sparpläne nach wie vor eine attraktive Geldanlage.
Sparpläne gibt es für verschiedene Anlageformen – bei Fondssparplänen bieten sich beispielsweise Aktien-, Misch- oder Rentenfonds ebenso an wie Offene Immobilienfonds.
Zu berücksichtigen ist, dass es auf den Sparzeitraum ankommt und die starken Börseneinbrüche im vergangenen Jahrzehnt auch an Aktienfonds nicht spurlos vorübergegangen sind. Dies belegt die Sparplan-Statistik des BVI Bundesverband Investment und Asset Management zum Stichtag 30. September 2009. Daraus geht hervor, dass beispielsweise Aktienfonds-Sparpläne mit Anlageschwerpunkt Deutschland zwar über einen Zeitraum von zehn Jahren nicht mit der gewohnten Wertentwicklung aufwarten können, langfristig Aktien aber doch Renten schlagen. Der BVI rechnet weiter vor, dass nach 30 Jahren Anleger im Schnitt 7 Prozent Rendite pro Jahr verbuchten: Wer in der Vergangenheit beispielsweise 100 Euro pro Monat über einen Zeitraum von 30 Jahren eingezahlt hat, erzielte ein Anlageergebnis von 117.384 Euro – und das trotz aktuell immer noch gedrückter Aktienkurse, so ein Rechenbeispiel des BVI. Dabei wurden nur 36.000 Euro eingezahlt und sämtliche Kosten wie Verwaltungsvergütung, Transaktionskosten und Ausgabeaufschlag wären in diesem Beispiel bereits berücksichtigt.
Wer für mittelfristige Vorhaben sparen möchte, ist alternativ mit einem Banksparplan gut beraten, welcher neben einer variablen Grundverzinsung und einem laufzeitabhängigen Bonus auf eine attraktive Rendite verspricht.
Individuelle persönliche Beratung empfehlenswert
Grundsätzlich sollten Sparer mit Blick auf ihr persönliches Sparziel zwischen Sicherheit, Ertragschancen und Verfügbarkeit bei der jeweiligen Anlageform entscheiden. Ein ausführliches Beratungsgespräch, bei dem die persönlichen Ziele, die Chancen aber auch Risikovorstellungen erörtert werden können, schafft Klarheit über den passenden Ansparplan.
Übrigens: Vielleicht kann die gewünschte monatliche Sparrate aus dem ´mehr Netto´ des Bürgerentlastungsgesetzes, welches zum 01.01.2010 in Kraft getreten ist, finanziert werden. Auch dazu gibt der Bankberater Auskunft.