
Wenn das Zuhause in die Jahre kommt
Finanztipp von
Karl-Heinz Wagner, Leiter Baufinanzierung und Immobilien bei der Volksbank Koblenz Mittelrhein eG
Karl-Heinz Wagner, Leiter Baufinanzierung und Immobilien bei der Volksbank Koblenz Mittelrhein eG
In den letzten 10 Jahren haben sich die Energiepreise drastisch erhöht.
Hausbesitzer und Wohnungseigentümer stehen vor der Wahl: entweder immer mehr Geld für Heizkosten ausgeben oder das Geld in die eigenen 4 Wände stecken und damit bis zu 50% des Energiebedarfes einsparen. Natürlich vermindert eine Reduzierung des Energieverbrauchs auch die Energiekosten. Die Mehrkosten für den erhöhten Wärmeschutz stellen sich meist wirtschaftlich dar, wenn energetisch relevante Sanierungsmaßnahmen in Zusammenhang mit ohnehin anstehenden Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Ein weiterer Aspekt ist, dass man sich von der zukünftigen Entwicklung der Energiepreise ein Stück weit unabhängiger macht.
Um den Werterhalt einer Immobilie zu sichern und auch um Bauschäden vorzubeugen, sind ohnehin ständig Erhaltungsmaßnahmen durchzuführen. Und ist der Renovierungsstau erst da, wird´s auf einmal richtig teuer. Weiterhin bedeuten solche Maßnahmen jedoch auch eine Wertsteigerung der Immobilie bei einem möglichen Verkauf sowie höhere erzielbare Einnahmen bei Vermietung.
Ein besserer Wärmeschutz bewirkt zudem ein besseres Raumklima. Dies bedeutet höheren Wohnkomfort und steigert gleichzeitig das Wohlbefinden für den Nutzer.
Die eigene Immobilie ist nach wie vor das Ziel der meisten jungen Familien und vieler Singles. Sie ist ein Vermögenswert und deshalb als Altersvorsorge so gut wie eine Extrarente. Da die Neubauvorhaben aufgrund Knappheit an Baugrund und einem hohen Investitionsaufwand zurückgehen, sind gute Gebrauchtimmobilien gefragt. Vorausgesetzt, sie sind in einem guten Zustand, oder der finanzielle Aufwand für Renovierung, Umbau und Modernisierung steht in einem angemessenen Verhältnis zum Kaufpreis. Hier sollte bei Kaufvorhaben unbedingt der Fachmann (z.B. Architekt, Energieberater) hinzugezogen werden, damit aus dem "neuen" Haus kein Abenteuer wird.
Was die finanzielle Belastung für die Zins- und Rückzahlungsraten betrifft, hilft der Bankberater gerne weiter. Durch die aktuell sehr günstigen Zinsen und die verschiedenen Förderprogramme der staatlichen KfW-Förderbank rechnet sich das Vorhaben für Hausbesitzer meist. Auch für den Erwerber eines Hauses, ist die finanzielle Belastung oft nicht wesentlich höher als die bisherige Miete. Vielfach auch dann nicht, wenn zusätzliche Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen – insbesondere auch unter energiesparenden Gesichtspunkten – durchführt werden. Kann Eigenkapital oder Eigenleistung eingebracht werden, reduziert sich die zukünftige Rate zusätzlich.

