Ausstellung „Wendezeit“ stößt auf großes Interesse

Fotos von Herbert Piel noch bis zum 12. Dezember zu sehen

(Koblenz, 19.11.2014) Die Volksbank Koblenz Mittelrhein eG ist seit mehr als 130 Jahren vor Ort aktiv, als Finanzdienstleister und darüber hinaus als Förderer von sozialen, sportlichen und kulturellen Projekten. Zu letzteren zählen auch die alljährlichen Vernissagen in der Vorweihnachtszeit mit Künstlern und Kreativen aus der Region.

In diesem Jahr fiel die Wahl auf die fotografischen Werke von Herbert Piel. Piel arbeitete weltweit für international renommierte Bildagenturen sowie im Auftrag zahlreicher bekannter Magazine und Zeitungen. Vor 25 Jahren hielt er mit seiner Kamera die „Wendezeit“ in Deutschland fest.

„Diese Ausstellung ist anders als die vorherigen: Wir blicken heute zurück auf  die Geschehnisse im Jahr 1990, die Zeit kurz nach dem Mauerfall, der wie kaum ein anderes Ereignis die Geschicke zweier Staaten für immer grundlegend geändert hat – und das auf friedliche Weise“, eröffnet Vorstandsvorsitzender Theodor Winkelmann  heute die Ausstellung vor über 150 Gästen und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu, „Das auf die Herren Friedrich-Wilhelm Raiffeisen aus dem Westerwald und Hermann Schultze-Delitzsch aus Sachsen zurückzuführende genossenschaftliche Prinzip „Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele“ wurde einst aus der Not heraus geboren und hat heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Genau genommen könnte es sogar das Motto der DDR-Bürger gewesen sein, die mit ihrem beharrlichen Protest das damals Undenkbare wahr gemacht haben.“

Herbert Piel hat damals die Ereignisse in Berlin, Thüringen und anderswo für die Nachwelt auf – damals noch – Negativfilm gebannt. Es waren die Zeiten vor der digitalen Fotografie. Die Bilder sind konsequent in eindringlichem schwarz-weiß gehalten, viele zeigen Witz und eine gewisse Ironie: so bei einer Leuchtreklame „Glas und Porzellan“ an einem Geschäft in Erfurt, in dem alle Gläser der Reklame zerbrochen sind. Oder bei dem ovalen Autoaufkleber mit einem „D“, wo das „D“ davor und das das „R“ dahinter mit Pflaster überklebt sind.

Anlässlich des 25. Jahrestags des Mauerfalls hat Piel nun einen Bildband  herausgebracht. Mit jeder Aufnahme verbindet er eine persönliche Geschichte. Besonders bewegt hat  ihn die Erfurter Fensterrede von Willi Brand und die vielen Menschen, die ihm begeistert zujubelten.

Für ein gelungenes Foto ist gute Information und sorgfältige Vorbereitung unerlässlich. Doch was ist das Geheimnis, als Fotograf offenbar immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein? Piel sagt dazu: „Meistens war es immer Glück!“

Die Ausstellung mit insgesamt 40 Bildern ist noch zu sehen bis zum 13. Dezember im Foyer der Volksbank Koblenz Mittelrhein, Rizzastraße 34, 56068 Koblenz zu den üblichen Schalteröffnungszeiten:

Mo-Mi  8:30-16:00 Uhr,
Do        8:30-17:00 Uhr,
Fr         8:30-15:00 Uhr.

Das Buch zur Ausstellung kann zum Preis von 20 Euro ebenfalls dort erworben werden.

Freuten sich über die gelungene Ausstellung: Vorstandsvorsitzender Theodor Winkelmann (li.) und Vorstand Walter Müller (re.) mit Herbert Piel und seiner Leica.

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