Deutsche sparen und verlieren trotzdem Geld

(Koblenz/Berlin, 23.07.2014) Für 2014 rechnet der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) mit einer Sparquote von 10,0 Prozent. Grundlage hierfür sind unter anderem Ergebnisse einer aktuellen Umfrage von TNS-Infratest im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zum Sparverhalten der Bundesbürger.

Die Sparquote der privaten Haushalte bliebe damit weiter unter dem Niveau der vergangenen Jahre. Von 2008 bis 2013 sank sie bereits von 11,5 auf 10,0 Prozent. Zwar steigen aktuell die finanziellen Spielräume zum Sparen aufgrund der guten Konjunktur, die Anreize werden aber durch die niedrigen Zinsen gedämpft. „Die sinkende Tendenz zum Sparen ist eine Gefahr für die Altersversorgung und erhöht die Risiken von Altersarmut“, warnt Theodor Winkelmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Koblenz Mittelrhein.

Wenn gespart wird, geschieht dies weiterhin bevorzugt bei Banken. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus nahm die Nachfrage nach Termin- und Spareinlagen sowie Sparbriefen ab. Dafür wird vermehrt Geld auf Girokonten oder Tagesgeldkonten geparkt. Trotz derzeit niedriger Inflationsrate kann der reale Geldwert des geparkten Geldes nicht gehalten werden. De facto verlieren die Menschen ihr Erspartes, wenn sie ausschließlich auf Girokonten und Tagesgeld setzen. Diese Anlageformen eignen sich zum Erhalt kurzfristiger Liquidität hervorragend, sind zur Altersvorsorge aber nicht geeignet. Darauf weist die Volksbank Koblenz Mittelrhein hin.

Laut der Umfrage stiegen die Ansprüche der Bundesbürger gegenüber Versicherungen inklusive Pensionsrückstellungen in 2013 um 81,4 Milliarden Euro; Wertpapiere zogen rund 2,5 Milliarden Euro auf sich. Besonders beliebt waren dabei Anlagen in Investmentfonds. Im Zuge der guten Performance der Aktienmärkte stieg das gesamte Geldvermögen der Deutschen 2013 deutlich an. Es kletterte um 4,0 Prozent auf 5.152 Milliarden Euro. Dieser Anstieg ging zu rund drei Vierteln auf die Geldvermögensbildung und zu gut einem Drittel auf Kursgewinne bei Wertpapieren und Investmentzertifikaten zurück.

Hier wird deutlich, dass mit Anlagen in Wertpapieren nach wie vor Vermögen gebildet werden kann. „Von den Möglichkeiten und Vorteilen solcher Anlagen – übrigens auch bei kleineren Sparraten – könnten noch viel mehr Menschen profitieren“, ist Winkelmann überzeugt.

Pressekontakt