Volksbank Koblenz Mittelrhein steuert weiterhin auf gesundem Kurs

Bilanz 2013

(Koblenz, 12.02.2014)  Zufrieden blicken Theodor Winkelmann und Walter Müller auf die Entwicklung der Volksbank Koblenz Mittelrhein im letzten Jahr zurück: Planmäßig stieg die Bilanzsumme um 6 Mio. € auf 646 Mio. €. Insbesondere erhöhten sich die Spar- und Sichteinlagen mit fast 6 % deutlich, während die Termineinlagen zurückgingen. „Unseren Mitgliedern und Kunden ist die Sicherheit momentan verständlicherweise am Wichtigsten. Unsere Kundeneinlagen stiegen um 10,7 Mio. € auf  506 Mio. €“, so Vorstandsvorsitzender Winkelmann.

Höhe der betreuten Kundengelder gestiegen

Auch die außerhalb der Bilanz betreuten Kundengelder entwickelten sich positiv und stiegen um
9 Mio. € auf 402 Mio. €. Vor allem Fondsanlagen der Union Investment Gruppe waren gefragt, während die Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren aufgrund der sehr niedrigen Renditen erwartungsgemäß weiter rückläufig waren. Insgesamt betragen die betreuten Geldwerte der Kunden 908 Mio. €. „Wir sehen das als Beweis dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Bei uns geht es traditionell besonnen zu. Ehrbarkeit, Solidität und Nachhaltigkeit sind hier gelebte und gepflegte Werte, die unsere Kunden nicht nur mit Zinsen und Provisionen, sondern vor allem auch mit Vertrauen vergüten“, so Winkelmann weiter.

Kreditgeschäft erfolgreich ausgebaut

Das bilanzielle Kreditvolumen stieg um 14 Mio. € auf  371 Mio. €. „Es freut uns ganz besonders, dass wir unsere Mitglieder und Kunden auch von der Kreditseite verstärkt fördern konnten, denn dieser Auftrag ist bei uns im Genossenschaftsgesetz seit über 100 Jahren verankert“, erläutert Vorstand Müller. Gefragt waren vor allem Baufinanzierungen.

Insgesamt betreut die Volksbank Koblenz Mittelrhein ein Kundenkreditvolumen von 602 Mio. € gegenüber 587 Mio. € zum Ende des vorletzten Jahres. Es ergibt sich somit ein Kundenvolumen aus Krediten und Geldanlagen von 1,5 Milliarden €. Die Risikosituation in der Volksbank Koblenz Mittelrhein im Kreditgeschäft war auch im letzten Jahr weiterhin sehr entspannt. Größere Kreditausfälle waren nicht zu beklagen.

Lage in Europa leicht entspannter auf Kosten der Zinsentwicklung

An den Finanzmärkten und in der Wirtschaft stieg das Vertrauen in eine allmähliche Erholung der Konjunktur des Euroraums. Davon profitieren auch die Krisenstaaten. So verließ Irland zum Ende des Jahres 2013 den Rettungsschirm von EU und IWF. Durch eine gestiegene Konsum- und Investitionsbereitschaft gelang es in Europa, die fast zwei Jahre dauernde Rezession zu überwinden. Gleichwohl blieb die Konjunkturbelebung brüchig.

Obwohl die europäische Zentralbank den Leitzins auf 0,25 % senkte - den niedrigsten Stand seit Einführung des Euro - und die Märkte mit Zentralbankgeld überflutete, bewegte sich die Arbeitslosenquote in 2013 auf dem Rekordniveau von über 12 %.

Von dem billigen Geld profitieren die Krisenländer besonders, da sie sich deutlich günstiger verschulden konnten. Aber auch für Bundesanleihen mit 10 Jahren Restlaufzeit konnten Ende 2013 nur noch 1,94 % Verzinsung erzielt werden – das liegt 0,6 % über dem niedrigsten Wert zum Jahresende 2012. Die Renditen für Sparer in festverzinslichen Wertpapieren und auch die Eigenanlagen der Banken sind auf historisch niedrigem Niveau. Zu den Gewinnern im Zinstal gehören private und gewerbliche Kreditnehmer.

Auf der anderen Seite verzeichnete der Aktienmarkt einen Gipfelsturm. Zum Ende des Jahres lag der DAX bei einem Punktestand von rund 9.550 Zählern, was einer Steigerung von 25 % entspricht. Wer dort investiert war, konnte gute Ergebnisse einfahren. Die Mehrzahl der deutschen Privatanleger tut sich allerdings immer noch sehr schwer mit dem Thema Aktien und bevorzugt eine Anlage bei ihrer Bank.

Stabile Bank, solides Eigenkapital

Der vorläufige Jahresüberschuss nach Steuern beläuft sich auf 1,46 Mio. € und damit auf Vorjahreshöhe. An gewinnabhängigen Steuern fallen 1,5 Mio. € an. Als Dividende auf die Geschäftsguthaben ist in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat eine 4 %-ige Ausschüttung
vorgesehen, die in der Vertreterversammlung vorgeschlagen wird. In Summe sind das 460.000 €.

Aus dem Jahresergebnis 2013 soll darüber hinaus das Eigenkapital um knapp 3 Mio. € gestärkt werden. Damit kommt die Bank auch in diesem Jahr dem Ziel, die deutlich erhöhten Eigenkapitalanforderungen nach Basel III zu erfüllen, weiterhin ein wichtiges Stück näher.

Regulierungswut in Europa muss gestoppt werden

„Das Jahr 2013 mit seiner Flut an Regulierungen, Liquiditäts- und Eigenkapitalanforderungen und personellem Einsatz für die Einführung von Beauftragtenwesen konnten wir nur deshalb erfolgreich meistern, weil wir sehr gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben, die bereit sind, den langfristigen Erfolg unserer Mitglieder und Kunden in den Mittelpunkt ihrer Beratung zu stellen“, betont Müller.

„Besonders stört uns, dass die auf europäischer Ebene gefundenen Regeln zunehmend Unterscheidungen zwischen kleinen regional aktiven Instituten und Großbanken vermissen lassen. Dies hat enorme Auswirkungen auf Betriebsabläufe, Kosten und Ressourcenbindung auch in unserer Bank. Damit wird die Stabilität der Finanzmärkte nicht wirklich erhöht. Ziel muss es sein, unseriösen Bänkern und auch teilweise Banken ihr bisweilen sogar kriminelles Handwerk zu legen. All diese Praktiken und Vorschriften gehen letzten Endes auch zu Lasten unserer Mitglieder und Kunden“, erläutert Winkelmann.

Gelebter Verbraucherschutz

Müller: „Wir leben Tag für Tag Verbraucherschutz. Als Genossenschaftsbank stehen für uns die Interessen unsere Mitglieder und Kunden im Mittelpunkt. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter analysieren die Situation jedes Einzelnen individuell und beraten den Kunden, wie er seine finanziellen Ziele erreichen kann. Wir verkaufen eben nicht auf Biegen und Brechen Finanzprodukte, die am Bedarf vorbeigehen. Unsere Kunden wissen das zu schätzen: 1.069 Kunden konnten als neue Mitglieder gewonnen werden und drücken damit ihr Vertrauen und die besondere Verbundenheit mit unserer Bank aus. Insgesamt tragen uns 21.693 Mitglieder.

Ausblick

In Koblenz und Umgebung ist die Lage sowohl im Handel und im Handwerk wie auch bei den privaten Haushalten sehr vielversprechend. Das zeigen auch die letzten Umfragen der Wirtschaftskammern. Getragen wird diese positive Stimmung insbesondere momentan von der hohen Konsumneigung der Verbraucher, die im zweiten Halbjahr 2014 auch in eine größere Investitionsbereitschaft der Unternehmen münden dürfte.

Die niedrigen Zinsen bilden die wirtschaftliche Realität in Deutschland nicht mehr richtig ab. Sie werden ein Instrument der volkswirtschaftlichen Fehlsteuerung.

Winkelmann: „Diese Politik darf auf Dauer nicht betrieben werden – bei allem Verständnis für die Südländer. Wir, die durch und durch bodenständige und gesunde Volksbank Koblenz Mittelrhein und viele Genossenschaftsbanken leiden unter den Entscheidungen, die getroffen wurden, weil andere verantwortungslos gehandelt haben. Denn auch bei uns wird sich der Druck auf die Zinsspanne im laufenden Jahr weiter merklich erhöhen. Da gleichzeitig die Kosten steigen werden, erwarten wir insgesamt ein Ergebnis, das unter dem des Vorjahres liegen wird. Zusammen mit unseren qualifizierten und hochmotivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden wir natürlich alles tun, unsere Bank auch unter erschwerten Umständen weiter sicher auf Kurs zu halten.“

  31.12.2012
Mio. €
31.12.2013
Mio. € - vorläufig -
Bilanzsumme 640 646
Kundenforderungen 357
371
Betreutes Kundenkreditvolumen 587
602
Kundeneinlagen inklusive Inhaberschuldverschreibungen 496
506
Betreutes Geldvermögen von Kunden 889
908
Betreutes Kundenvolumen 1.476
1.510
Anzahl Mitarbeiter 192
192
Anzahl Geschäftsstellen 17
17
Mitglieder 21.310
21.693
(v.l.n.r.): Walter Müller und Theodor Winkelmann präsentierten die Bilanz 2013 der Volksbank Koblenz Mittelrhein eG

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