Sparlücke der Deutschen steigt auf 80 Euro im Monat

Sparwille trotz Niedrigzinsen hoch

(Koblenz, 31.07.2015) Die Deutschen wollen trotz niedriger Zinsen Geld auf die hohe Kante legen. Ihre selbst gesteckten Sparziele erreichen sie allerdings nicht.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage von TNS-Infratest im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zum Sparverhalten der Bundesbürger. Der Umfrage zufolge liegt der Sparbetrag je Bundesbürger bei durchschnittlich 201 Euro im Monat. Zur Erfüllung der eigenen Ziele wären aber 281 Euro nötig. Die Sparlücke, das heißt die Differenz zwischen Sparwunsch und dem tatsächlich zurückgelegten Geld, liegt also bei 80 Euro im Monat und damit 9 Euro höher als noch im Vorjahr.

Sparlücke der Deutschen

„Die Teuerungsrate in Deutschland dürfte in diesem Jahr wieder auf über ein Prozent ansteigen. Gleichzeitig bleiben die Zinsen auf niedrigem Niveau. Dadurch wird sich unter dem Strich die Vorsorgelücke der Bürger erhöhen“, so Walter Müller, Vorstand der Volksbank Koblenz Mittelrhein. Bei steigenden Preisen verringere sich die Kaufkraft des Ersparten, solange die Zinsen nicht ebenfalls steigen. „Die Sparer sollten die staatlichen Förderungen intensiver nutzen. Denn noch allzu oft lassen sie ihren Anspruch auf die Altersvorsorge- oder Arbeitnehmersparzulage verfallen“, so Müller.

Die Sparquote, das heißt der Anteil der Ersparnis der privaten Haushalte am verfügbaren Einkommen, dürfte in diesem Jahr im Schnitt bei 9,4 Prozent liegen und damit genauso hoch ausfallen wie 2014, erwartet der BVR.

BVR-Konjunkturbericht 08/2015 "Sparlücke bei 80 Euro - Keine Trendwende beim Sparen" verfügbar unter http://www.bvr.de/Publikationen/Konjunkturberichte

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