Solides Wachstum bei der Volksbank Koblenz Mittelrhein

Qualität in der Beratung und Vertrauen der Kunden garantierten auch 2014 eine positive Bilanz

(Koblenz, 09.03.2015) Zufrieden blickte Vorstand Walter Müller heute bei der Vorstellung der vorläufigen Bilanzzahlen der Volksbank Koblenz Mittelrhein auf das vergangene Jahr zurück: Erneut konnte die Bilanzsumme deutlich gesteigert werden, und zwar um 10 Mio. € auf 656 Mio. €. Das betreute Kundenvolumen – also die Summe aller betreuten Kredite und Geldanlagen – erhöhte sich um rund 35 Mio. € auf 1,55 Mrd. €.

Kreditgeschäft erfolgreich ausgebaut

Insgesamt konnten mehr als 2.200 Finanzierungswünsche in Form von eigenen Krediten und Darlehen bzw. Vermittlungen an Partner der genossenschaftlichen Finanzgruppe erfüllt werden. Das bilanzielle Kreditvolumen stieg um 27 Mio. € auf  398 Mio. €, was einer Steigerung von 7,3 % entspricht. Das gesamte Kundenkreditvolumen stieg um 28 Mio. € auf 630 Mio. €. Insbesondere die Nachfrage nach Wohneigentum war ungebrochen, günstige Zinsen führten zu vermehrter Nachfrage bei Bau- und Kaufinvestitionen vor allem im privaten Bereich. „Immer mehr Kunden vertrauen auf die kompetente und TÜV-zertifizierte Beratung unserer Baufinanzierungsspezialisten“, sagt Müller, „denn gerade bei der vielleicht größten Investition des Lebens ist Vertrauen bei der Finanzierung sehr wichtig.“

Gewerbliche Kunden finanzierten Investitionen und Betriebsmittel überwiegend aus eigener Liquidität. „Wir freuen uns über die abermals stark gestiegene Kreditnachfrage. So konnten wir auch 2014 wieder dazu beitragen, dass mehr Menschen ihren Traum vom Eigenheim in unserer Region verwirklichen, die Wohnqualität verbessern, nötige Anschaffungen tätigen und Unternehmen mit betrieblichen Investitionen Arbeitsplätze schaffen und sichern konnten“, so Müller.

Trend zu kurzfristigen und sicheren Anlagen ungebrochen

Die extreme Niedrigzinsphase hat Auswirkungen auf das Anlagenverhalten der Mitglieder und Kunden. Am wichtigsten war ihnen Sicherheit und Verfügbarkeit. Viele Kunden nahmen gerne Vorschläge für eine ausgewogene Vermögensstrukturierung an, um nach Abzug der Inflationsrate noch reale Rendite zu erzielen. Dementsprechend waren Wertpapieranlagen als Beimischung in verschiedenen Anlageklassen sehr gefragt.

Das betreute Geldvermögen der Mitglieder und Kunden erhöhte sich um rund 12 Mio. € auf 920 Mio. €. Die bilanziellen Kundeneinlagen stiegen um 5 Mio. € auf nun 511 Mio. €. Die übrigen 7 Mio. € flossen im Wesentlichen in Wertpapieranlagen. „Wir sehen das als Vertrauensbeweis in die Solidität unserer Bank und unserer Arbeit“, so Müller.

Solide Ertragslage, hohes Vertrauen der Kunden und Mitgliederzuwachs

„Der vorläufige Jahresüberschuss liegt mit 1,46 Mio. € auf Vorjahreshöhe. Mit dem Ergebnis sind wir ausgesprochen zufrieden“, so Müller. An gewinnabhängigen Steuern zahlt die Volksbank über 1 Mio. €. Die 194 Mitarbeiter der Bank bringen zusammen rund 1,8 Mio. € Steuern auf; über die Gehaltszahlungen fließen 5,6 Mio. € Kaufkraft in die Region. „Zudem förderten wir durch Spenden und Sponsoring mit über 120.000 € zahlreiche kulturelle, sportliche und soziale Projekte in der Region.“

Müller stellt fest: „Wir sind und bleiben eine regional verwurzelte Bank. Wir bieten unseren Mitgliedern und Kunden 17 Geschäftsstellen und 10 weitere Geldautomatenstandorte an. Zudem investieren wir immer weiter in die Verzahnung unserer Beratungsangebote in den Geschäftsstellen mit der digitalen Welt. Erst im letzten Jahr haben wir unseren Internetauftritt komplett neu überarbeitet und um viele nützliche Funktionen ergänzt. Unsere Mitglieder und Kunden nutzen überdurchschnittlich oft unsere ‚Banking Apps‘ und das praktische mobile Banking.“

Laut einer aktuellen Studie von Visa Europe und Roland Berger Strategy Consultans kommt für 62 % aller Bankkunden als Hausbank nur in Frage, wer auch Geschäftsstellen mit persönlicher Betreuung vor Ort anbieten kann. Gleichzeitig nutzen aber auch immer mehr Kunden die digitalen Zugangswege zur Bank, z.B. um sich vor Gesprächen zu informieren, Termine zu vereinbaren oder mit ihrem persönlichen Berater zu kommunizieren.

„Nicht zuletzt durch unsere attraktiven und zeitgemäß vernetzten Angebote konnten wir 2014  1.155 neue Mitglieder gewinnen“, erläuterte Müller.  Insgesamt sind 22.029 Menschen als Mitglied bei der Volksbank Koblenz Mittelrhein engagiert und stärken damit das Eigenkapital der Bank.

Gleichzeitig bietet die Mitgliedschaft konkrete messbare Vorteile und die Geschäftsanteile sind zudem ein attraktiv verzinstes Investment. Den Vertretern der Mitglieder wird die Ausschüttung einer Dividende von 4 % vorgeschlagen.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands wurde und wird durch die europäische Staatsschuldenkrise sowie die geopolitische Konflikte in der Ostukraine, in Syrien und im Irak beeinflusst.

Konjunkturelle Stütze waren wieder die privaten und staatlichen Konsumausgaben. Die Inflationsrate sank 2014 weiter um 0,6 Prozentpunkte auf 0,9 %. Treiber hierfür war vor allem der niedrige Preis für Heizöl und Kraftstoffe.

Zinsen – Euroraum

Der Euro musste 2014 deutliche Kursverluste hinnehmen. Die EZB hatte ihre Geldpolitik weiter gelockert. Die Europäische Zentralbank setzte den Leitzins auf ein historisches Tief von 0,05 % fest. Erstmals verlangte sie einen Strafzins für bei der EZB geparkte Gelder. Die ersten Banken gaben dies bereits an ihre Kunden weiter. Rentierten 10-jährige Bundesanleihen zu Jahresbeginn noch mit knapp unter 2 %, sank deren Rendite zum Jahreswechsel auf 0,52 %.

Die wirtschaftlichen Aussichten für den Euroraum haben sich zum Ende des vergangenen Jahres hin verbessert. Dazu trugen der starke Rückgang des Ölpreises und die schwächere Notierung des Euro bei.

Erfolgreich verlief der EZB-Stresstest für die teilnehmenden Genossenschaftsbanken. Mit der Übertragung bankaufsichtlicher Kompetenzen an die EZB hat für alle Banken in der Eurozone eine neue Zeitrechnung begonnen. Auch die Volksbank Koblenz Mittelrhein wird sich auf das erhöhte Informationsbedürfnis einstellen müssen.

Aktienmarkt

Gleich zwei Allzeithochs erlebte der DAX. Knackte er im zweiten Quartal erstmals die 10.000-Marke, erreichte der Leitindex Anfang Dezember 10.093 Punkte. Das ist umso bemerkenswerter, als noch im Oktober 2014 ein Jahrestief von 8.355 Punkten zu verzeichnen war. Angesichts der Regierungskrise in Griechenland und der Furcht vor dem Wiederaufflammen der Eurokrise gab er bis Jahresende aber einen Teil seiner Kursgewinne wieder ab und schloss mit 9.806 Punkten 2,7 % über Vorjahreswert.

Ausblick

In Koblenz und Umgebung ist die Lage sowohl in Industrie, Handel, Dienstleistungsgewerbe  und im Handwerk wie auch bei den privaten Haushalten durchweg positiv. Das zeigen auch die letzten Umfragen der Wirtschaftskammern. Getragen wird diese positive Stimmung insbesondere von der hohen Konsumneigung der Verbraucher.

„Aktien werden auch 2015 attraktiv bleiben. Den Trend der extremen Niedrigzinsen in Verbindung mit der Inflationsrate sehen wir allerdings mit großer Sorge. Trotz aller Sparanstrengungen legen viele Menschen regelmäßig immer weniger Geld auf die hohe Kante, als sie zur Erfüllung ihrer Vorsorgeziele als notwendig erachten“, so Müller.

Es ist abzusehen, dass das Problem der Altersarmut zukünftig an Bedeutung gewinnt. Mit traditionellen verzinslichen Sparformen können die Anlageziele – auch mangels eines Zinseszins-Effekts – nicht mehr erreicht werden. Gerade jüngere Menschen müssen privat und staatlich gefördert vorsorgen. Unbedingt sollten auch verstärkt Aktien als Anteil an der Realwirtschaft berücksichtigt werden.

Auch die zunehmenden regulatorischen Anforderungen und die damit verbundenen Kosten werden kritisch gesehen. Als Beispiel zu nennen sind vermehrte Meldepflichten an die Bankenaufsicht. Müller: „Aus dem gut gemeinten Bestreben, den Verbraucherschutz zu stärken, ist für Kunden und Berater ein bürokratisches Ungetüm geworden.“

Beratungsqualität und Nähe bleibt wichtiges Thema

„Insgesamt sind wir davon überzeugt, dass wir für die Zukunft gut aufgestellt sind und den Herausforderungen im Bankgeschäft erfolgreich entgegentreten können.  Es macht uns stolz, dass wir kürzlich als ‚beste Bank‘ ausgezeichnet wurden – ein Urteil, das unabhängig befragte Kunden im Auftrag eines Marktforschungsinstitutes einhellig gefällt haben. Es ist unser Ansporn, dass Mitglieder und Kunden optimal beraten werden und dass wir jederzeit beste Beratungsqualität bieten. Der Schlüssel zum Erfolg dabei sind unsere 194 qualifizierten und hoch motivierten Mitarbeiter. Auch in Zukunft werden wir in der Nähe unserer Mitglieder und Kunden sein – persönlich, menschlich und natürlich auch mit hochmodernen und sicheren Techniklösungen.“

 

31.12.2013

Mio. Euro

31.12.2014

Mio. Euro

-vorläufig-

Veränderung

Mio. Euro / %

Bilanzsumme 646 656 + 10  / + 1,5 %
Kundenforderungen 371 398 + 27 /  + 7,3 %
Betreutes Kundenkreditvolumen 602 630 + 28 /  + 4,6 %
Kundeneinlagen, inklusive Inhaberschuldverschreibungen 506 511 +   5 /  + 1,0 %
Betreutes Kundenanlagevolumen 908 920 + 12 /  + 1,3 %
Betreutes Kundenvolumen 1511 1550 + 39 /  + 2,6 %
Anzahl Mitarbeiter 192 194  
Anzahl Geschäftsstellen 17
17
 
(v.l.n.r.): Walter Müller, Vorstand, Judith Sauerborn, Leiterin Unternehmenskommunikation, Werner Birkenheier, Bereichsleiter Vertrieb.

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