Der Finanztipp

Kinder sind uns lieb – und teuer

von Katja Petersdorf, Vermögensbetreuerin bei der Volksbank Koblenz Mittelrhein eG

(Koblenz, 08.08.2016) Rund 130.000 Euro kostet ein Kind durchschnittlich bis zum 18. Lebensjahr. Damit die Kosten nicht irgendwann das Familienbudget sprengen, sollte man frühzeitig vorsorgen.

Von staatlicher Seite gibt es einige Leistungen, die junge Familien nutzen sollten. Gleichzeitig ist private Vorsorge angeraten. Hier einige Tipps:

Kindergeld

sollten Sie in jedem Fall beantragen, auch wenn der steuerliche Kinderfreibetrag für Sie günstiger ist.

Elterngeld

in Höhe von bis zu 1.800 Euro monatlich kann 14 Monate bezogen werden, wenn der Zeitraum zwischen Mutter und Vater aufgeteilt wird. Wichtig: Verheiratete Eltern können die Höhe des Elterngeldes in ihrem Sinne beeinflussen, indem für diejenige Person, die den größten Teil der Elternzeit nimmt, in eine günstigere Steuerklasse gewechselt wird. Allerdings muss das schon sieben Monate vor Geburt des Kindes erfolgt sein.

Rentenanspruch

für bis zu drei Jahre Kindererziehungszeit können angerechnet werden, die in der Regel die Mutter erhält.

Private Altersvorsorge

wird bei der Riesterrente vom Staat bezuschusst mit 154 Euro bzw. 300 Euro jährlich für alle nach 2008 geborenen Kinder.

Kinderbetreuungskosten

bis zu 4.000 Euro bzw. zwei Drittel der Kosten werden als Sonderausgaben steuerlich berücksichtigt, sofern die Leistung auf Rechnung erfolgte und unbar beglichen wurde

Finanzen in der Familie

sollten abgesichert werden, für den Fall, dass ein Elternteil erwerbsunfähig wird oder gar stirbt. Sinnvoll sind eine Berufsunfähigkeits- und eine Risikolebensversicherung. Kinder sollten gegen Invalidität versichert werden.

Familientarif

Bestehende Versicherungen können oft auf einen Familientarif umgestellt werden und schließen dann auch den Nachwuchs mit ein, so zum Beispiel bei der Haftpflicht.

Finanzielle Vorsorge

Dann sollte die finanzielle Vorsorge geregelt werden. Teure Ausbildung, das erste Auto, die erste Wohnung – das alles kostet Geld. Immobilien- oder Aktienfonds können langfristig Renditen erzielen, die reales Kapitalwachstum ermöglichen. Auch eine Ausbildungsversicherung, bei der das aufgebaute Kapital – also die Einzahlungen und die jährlichen Zuwächse - garantiert ist, kann dem Nachwuchs den Start ins Erwachsenenleben vereinfachen.

Welche Vorsorgelösungen zu den individuellen Wünschen und Zielen einer Familie passen, sollte in einem ausführlichen persönlichen Gespräch mit dem Bankberater vor Ort ermittelt werden.

Katja Petersdorf, Vermögensbetreuerin bei der Volksbank Koblenz Mittelrhein eG

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