„Anlage für die Hornraben-Küken“ sichert die Aufzucht dieser vom Aussterben bedrohten Tiere durch ihre eigenen Eltern

Crowdfunding mit „Viele schaffen mehr“: Neues Projekt gestartet

(Koblenz / Neuwied 03.06.2016) Mit www.vbkm.viele-schaffen-mehr.de ging im letzten Jahr die erste Koblenzer Crowdfunding-Plattform für regionale gemeinnützige Projekte online. Vereine und Initiativen können hier ihre Projektideen vorstellen und Spenden einwerben. Damit hat die Volksbank Koblenz Mittelrhein ein Portal für die Menschen in der Region geschaffen, die sich mit großen oder kleinen Geldbeträgen an der Realisierung von guten Ideen und Projekten vor Ort beteiligen möchten.

„Verbesserung der Hornrabenanlage “, Förderverein des Zoo Neuwied e.V.

Mitten auf der Neuwieder „Afrikawiese“, zwischen Watussirindern, Streifengnus und Straußen, liegt das Gehege für die „Südlichen Kaffern-Hornraben“, die auf der Roten Liste der aussterbenden Tierarten stehen. Ein Hornrabenpärchen lebt schon lange im Zoo Neuwied. Da beide Vögel von Natur aus nicht fliegen können, ist es erstmal unproblematisch, dass die Anlage nach oben nicht mit einem Netz abgedeckt ist. Die beiden Vögel fühlen sich im Zoo aber so wohl, dass sie im letzten Jahr bereits zum zweiten Mal Küken großgezogen haben. Die ersten Wochen verbringt das Küken in einer Bruthöhle und wird von seinen Eltern versorgt. Die Jungtiere sind von ihrer Herkunft her an wärmere Temperaturen gewöhnt. In der jetzigen Bruthöhle ist aber kein Stromanschluss vorhanden, sodass im Herbst, wenn es kalt wird, keine Wärmelampe installiert werden kann. Daher müssen die Jungtiere dann schon früh in ihr Winterquartier hinter die Kulissen umziehen.

Sobald die Jungvögel flugfähig sind, können sie immer noch nicht zu ihren Eltern ins Gehege zurück, da dieses ja nach oben nicht gesichert ist. „Es wäre wünschenswert, dass die Küken das Brutverhalten von ihren Eltern lernen können um später in einem anderen Zoo ebenfalls für Nachwuchs zu sorgen. Dafür müssen wir unseren Wildgatterzaun durch einen stabilen Stahlmattenzaun ersetzen, die komplette Anlage mit einem Netz überdecken, eine neuen Unterstand mit Bruthöhle bauen und eine Stromleitung verlegen, an die eine Wärmelampe installiert werden kann“, erläutert Zoodirektor Mirko Thiel seine Idee.

Er ist überzeugt von der Tierliebe der Menschen in der Region und setzt darauf, dass viele sich auch für seine Idee begeistern können. Für die Umsetzung ist der Zoo nämlich maßgeblich auf Spendengelder angewiesen.

Ausbildung ist vertriebsorientiert

Die Volksbank Koblenz Mittelrhein legt für jede Spende über mindestens 5 Euro nochmal 5 Euro aus ihrem 10.000-Euro-Spendentopf obendrauf, bis dieser leer ist. Drei Vereine aus der Region haben das Portal „Viele schaffen mehr“ bereits mit großem Erfolg genutzt.

Wer helfen möchte, kann ab sofort und unverbindlich „Fan“ des Projektes werden.  Sobald die 100 erforderlichen Fans sich registriert haben, sind auch Spenden – seien sie klein oder groß - möglich unter www.vbkm.viele-schaffen-mehr.de/hornrabenanlage.

Foto (Zoo Neuwied): Hornraben-Mama und Hornraben-Papa im Zoo Neuwied wollen keine „Rabeneltern“ sein.

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