Bilanz: Stabile Entwicklung bei der Volksbank Koblenz Mittelrhein eG

Weichen für Zukunft gestellt

  • Bilanzsumme gestiegen – trotz Nullzinspolitik und Regulatorik
  • Ausgezeichnete Beratungsqualität attestiert
  • Persönlich UND digital: Weichen für Zukunft gestellt

(Koblenz, 17.02.2017) 2016 war für die Volksbank Koblenz Mittelrhein eG erneut ein erfolgreiches Jahr. Die Vorstände Stephan Breser und Walter Müller präsentierten heute die Entwicklung. So stieg die Bilanzsumme um 28 Mio. Euro auf 701 Mio. Euro. Beim betreuten Kundenvolumen – also die Summe aller betreuten Kredite und Geldanlagen – wurde ein Zuwachs von 66 Mio. Euro auf 1.670 Mio. Euro erzielt.

„Diese Zahlen sind auch Ausdruck des Vertrauens unserer Mitglieder und Kunden. Besonders stolz sind wir auf die Auszeichnung als "Beste Bank" vor Ort beim unabhängigen Bankentest „City Contest 2016“, erläuterte Müller. Gepunktet hatte bei den Testkäufern vor allem die genossenschaftliche Beratungsqualität. „Ebenso wurde unsere Baufinanzierungsberatung erneut vom TÜV geprüft und zertifiziert“, betonte Breser.

Die Rahmenbedingungen waren denkbar ungünstig, das Börsenjahr war turbulent, bei den Niedrigzinsen war und ist keine Trendwende in Sicht und die Notenbanken stehen weiterhin auf dem Gaspedal. Zum ersten Mal musste die Volksbank Koblenz Mittelrhein 2016 für Einlagen bei der europäischen Zentralbank Minuszinsen in Höhe von 0,4 Prozent zahlen. Waren Einlagen für Banken traditionell begehrte Ertragsbringer, werden sie nun – aufgrund der EZB-Zinspolitik – auf nahezu absurde Weise ins Gegenteil verkehrt. Diese Situation erfordert unweigerlich eine Anpassung der Kosten an die Ertragslage.

Trotzdem konnte sich die Volksbank Koblenz Mittelrhein 2016 wieder souverän am Markt behaupten. Die Kreditvergabe hat erneut Fahrt aufgenommen, insbesondere durch die hohe Nachfrage bei privaten Immobilienkrediten. Sie stieg gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 47 Mio. Euro bzw. 7,09 Prozent. „Unsere Beraterinnen und Berater haben die Herausforderungen der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie, die im letzten Jahr in Kraft getreten ist, zum Wohle unserer Kunden umsetzten können“, so Müller. Die bilanziellen Kundenforderungen wuchsen um 5,92 Prozent bzw. 25 Mio. Euro. Um weitere 22 Mio. Euro stiegen die vermittelten Kredite an Partner der genossenschaftlichen Finanzgruppe.

Anleger setzen weiterhin auf Sicherheit und Verfügbarkeit

Sicherheit und Verfügbarkeit sind immer noch entscheidende Kriterien für die Anleger. Die bilanzwirksamen Kundeneinlagen erhöhten sich um über 16 Mio. Euro auf 541 Mio. Euro. Das betreute Geldvermögen der Kunden stieg um rund 19 Mio. Euro auf insgesamt 954 Mio. Euro. „Das ist ein hervorragendes Ergebnis und spiegelt das Vertrauen unserer Kunden in die Qualität und Solidität unserer Arbeit“, so Breser.

  31.12.2015
Mio. EUR

31.12.2016
Mio. EUR

- vorläufig -  

Veränderung

Mio. EUR      Prozent

Bilanzsumme 673 701 + 28            + 4,21 Prozent
Kundenforderungen 421 446 + 25            + 5,92 Prozent
Betreutes
Kundenkreditvolumen
669 716 + 47            + 7,09 Prozent
Kundeneinlagen 525 541 + 16            + 3,11 Prozent
Betreutes
Kundenanlagevolumen
935 954 + 19            + 2,10 Prozent
Betreutes
Kundenvolumen
1.604 1.670 + 66            + 4,18 Prozent
Anzahl Mitarbeiter
191 185  
Anzahl Geschäftsstellen
17 17  

Stabile Ertragslage

Mit 1,43 Mio. Euro liegt der vorläufige Jahresüberschuss etwa auf Vorjahreshöhe. „Mit diesem Ergebnis sind wir ausgesprochen zufrieden und können unsere Eigenkapitalbasis weiter stärken und den steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen gerecht werden“, so die Vorstände.

Rund 45.000 Privat- und Firmenkunden vertrauen der Volksbank Koblenz Mittelrhein ihre Finanzgeschäfte an. 933 Kunden konnten als neue Mitglieder begrüßt werden. Insgesamt sind 22.074 Kunden sind zugleich Mitglieder, die Geschäftsanteile halten. Sie genießen zahlreiche konkrete Vorteile und erhalten darüber hinaus eine Dividende. Hierfür wird der Vertreterversammlung eine Ausschüttung von 3 Prozent vorgeschlagen.

Seite an Seite mit den Kunden wurden in über 30.000 Beratungsgesprächen individuelle Lösungen erarbeitet und umgesetzt. Mit 2.171 Kreditzusagen für Finanzierungen privater und gewerblicher Vorhaben Art in der Region wurden insgesamt 147 Mio. Euro bereitgestellt.

Stärkung der Region

Mit mehr als 140.000 Euro hat die Volksbank Koblenz Mittelrhein wieder viele kulturelle, sportliche und soziale Projekte und Vereine vor Ort gefördert. Getreu dem genossenschaftlichen Motto unserer Gründungsväter: Was einer nicht schafft, das schaffen viele.
2,3 Mio. Euro zahlte die Volksbank Koblenz Mittelrhein an Ertragssteuern, die den Menschen in der Region Mittelrhein zu Gute kommen. Weitere 1,6 Mio. Euro flossen über die Lohnsteuer der Mitarbeiter in die Heimat und 6,2 Mio. Euro an ausgezahlten Gehältern stärken zudem die Wirtschaftskraft vor Ort.

Finanzielle Bildung fördern

Je besser Menschen über wirtschaftliche Zusammenhänge und die eigene finanzielle Situation Bescheid wissen, desto besser können sie mit Geld umgehen. Finanzielle Bildung ist die Voraussetzung dafür. Wir sind durchaus stolz, dass die Schülergenossenschaft des Koblenzer Eichendorff-Gymnasiums und der Volksbank Koblenz Mittelrhein als Sieger mit dem „easyCredit-Preis 2016“ für finanzielle Bildung ausgezeichnet wurden. Das ist Bestätigung und Ansporn zugleich, uns auch zukünftig und die finanzielle Bildung der Jugendlichen zu kümmern.

Ausblick 2017

Die deutsche Wirtschaft wird ihr moderates Wachstum fortsetzen, prognostizierten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute im letzten Herbstgutachten. Die wichtigsten Wachstumstreiber dürften 2017 weiterhin die steigenden Konsumausgaben und Bauinvestitionen sein. Der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) erwartet einen Beschäftigungszuwachs von 400.000 neuen Jobs und eine stagnierende Arbeitslosenquote von 6,1 Prozent. Die Inflationsrate dürfte moderat ansteigen, wozu auch der wieder anziehende Ölpreis beiträgt. Insgesamt wird die Entwicklung von zahlreichen Faktoren abhängen. Dazu zählt die Entwicklung der USA unter neuer Präsidentschaft ebenso, wie die Folgen des Brexit oder die Situation in Italien.

„Äußerst kritisch sehen wir die Vorschläge der EU-Kommission zur Vergemeinschaftung der Einlagensicherung, die wir klar ablehnen. Sie ist nicht geeignet, eine höhere Stabilität in der Europäischen Union zu erreichen, sondern setzt im Gegenteil auf die Mithaftung für riskante Geschäfte anderer Institute in Europa“, erläuterte Breser. Das kommende Jahr werden die Volks- und Raiffeisenbanken nutzen, diese Position gegenüber der Politik klar zur Geltung zu bringen. „Das einzigartige und bewährte BVR-Institutssicherungssystem wird auch weiterhin seine Verantwortung gegenüber Instituten und Kunden wahrnehmen“, so Müller.

Niedrige Zinsmargen und die zunehmende EU-Regulierung fordern die regionalen Banken in Deutschland weiter heraus. Die Volksbank Koblenz Mittelrhein begegnet dem aktiv mit unternehmerischem Weitblick und besonnenem Handeln. So werden acht in 2016 gestartete Projekte zur weiteren Erhöhung der Beratungsqualität, der Prozessoptimierung, Kosteneffizienz und Ertragsstabilisierung im laufenden Jahr fortgeführt. „Erste Ergebnisse machen Mut, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind“, so Breser.

Kundenservice und -zufriedenheit sind Richtschnur

Mit 185 Mitarbeitern, darunter 8 Auszubildende, will die Volksbank Koblenz Mittelrhein für den Mittelstand und für die Privatkunden auch weiterhin attraktive und zeitgemäße Angebote und qualitätsvolle Beratung bieten. Hauptaugenmerk soll auch 2017 auf dem Zusammenspiel von stationärem Vertrieb und digitalen Weiterentwicklungen liegen. „Unserer Mitglieder und Kunden sind selbstverständlich digital unterwegs und erwarten von uns sowohl bequeme Online-Lösungen, als auch eine qualitativ hochwertige persönliche Beratung. Beides wollen wir auch weiterhin ausbauen und miteinander verzahnen“, so Müller, „Dabei agieren wir auch mit unseren genossenschaftlichen Partnern in einem starken Verbund. Ein Beispiel dafür ist die Einführung des Online-Bezahlverfahrens `paydirekt`“.

„Wir sind davon überzeugt, dass wir gemeinsam mehr erreichen können. Diese genossenschaftliche Idee ist übrigens 2016 von der UNESCO zum Immateriellen Kulturerbe ernannt worden und hat auch bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren“, unterstrich Breser den Antrieb der „Koblenzer“, auch weiterhin Verantwortung für Menschen und Wirtschaft in der Region zu übernehmen.

Stephan Breser (li) und Walter Müller (re) präsentieren die erfreuliche Bilanz der Volksbank Koblenz Mittelrhein.

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