TuS Germania Arenberg erhält „Großen Stern des Sports 2017“ in Bronze

Kleine Sterne in Bronze für den TC Blau-Weiss Horchheim und FV „Rheingold“ Rübenach

Hochkarätig besetzte Jury traf keine leichte Wahl

(Koblenz, den 22.08.2017) Sportliche Höchstleistungen stehen oft im Rampenlicht. Es gibt unendlich viele Medaillen, Trophäen, Siegerurkunden und Meisterehrungen. Sie würdigen den, der als schnellstes ins Ziel kam, sie feiern jene, die am höchsten gesprungen sind oder bejubeln die Mannschaft, die am Ende die meisten Tore geschossen hat. Doch Sportvereine sind auch für die Gesellschaft unverzichtbar. Sie leisten tagtäglich großartige Arbeit, verbinden Menschen, schaffen Raum zum Austausch. Sie fördern Toleranz und Teamgeist, wirken integrativ und tragen so mit dazu bei, dass unsere Region lebenswert bleibt.

„Als genossenschaftliche Bank liegen uns die Region Mittelrhein und die Menschen hier, zu denen wir selber zählen, sehr am Herzen. Wir sind hier genauso verwurzelt, wie unsere Sportvereine. Mit der heutigen Siegerehrung dürfen wir Vereine und die Menschen dahinter auszeichnen, die sich mit besonderem Engagement für die Region und für andere Menschen eingesetzt haben“, erläutert Walter Müller, Vorstand der Volksbank Koblenz Mittelrhein.

Der Große Bronzene Stern des Sports 2017 geht an den TuS Germania Arenberg 1896 e.V.

Der TuS Germania Arenberg hat die Förderung der Gesundheit von Auszubildenden zu seinem Thema gemacht. Junge Azubis mit Handicap sowie unbegleitete jugendliche Flüchtlinge sollen einfachen Zugang zu verschiedenen Sportmöglichkeiten im Verein erhalten. Der Verein unterstützt die Azubis in erster Linie während ihrer Ausbildung. Dafür stellt er die Sportanlage in Arenberg zur Verfügung, wo regelmäßig einmal pro Woche verschiedene Sportarten als Gruppentherapie durchgeführt werden können. Durch den Sport bekommen die jungen Menschen Motivation, die sie während ihrer theoriereduzierten Ausbildung dringend benötigen. Zwei Jugendliche konnten inzwischen in die erste Fußballmannschaft als Spieler aufgenommen werden.

Zudem engagieren sich die Vereinsmitglieder gemeinsam mit den Betreuern, den Lehrlingen auch das Geschehen im Ortsteil Arenberg näher zu bringen, zum Beispiel beim Sommerfest, wo die Azubis gemeinsam mit dem Verein einen Stand aufbauen, oder beim Backen für Weihnach-

ten. Verschiedene Veranstaltungen und gemeinsame Aktivitäten schaffen Raum zum ungezwungenen Miteinander. Dabei kooperiert der Verein mit der „Gesellschaft für angewandte Wissenschaften Ahrweiler mbH“ und lässt seinen Erfolg durch die Agentur für Arbeit bewerten.

Der Gewinner des „Großen Stern des Sports“ in Bronze 2017 in Koblenz erhält eine Prämie von 1.500 Euro und ist auch für das Landesfinale qualifiziert. Wer hier den „Großen Stern des Sports“ in Silber erhält, zieht automatisch ins Bundesfinale um die „Sterne des Sports“ in Gold ein.

Kleine Bronzesterne für den TC Blau-Weiss Horchheim e.V. und den FV „Rheingold“ Rübenach 1919 e.V.

Mit jeweils einem kleinen Bronzestern und 1.000 bzw. 500 Euro wurden der TC Blau-Weiss Horchheim e.V. und der FV „Rheingold“ Rübenach ausgezeichnet.

Begonnen hat der TC Blau-Weiss Horchheim vor sechs Jahren mit der Idee einer vereinseigenen Boulebahn. Diese ist mittlerweile fest etabliert. Das liegt wohl auch daran, dass Boule ein sozialintegratives Spiel ist. Es ist unterhaltsam und gesellig, jeder kann sofort mitmachen. Teure Trainerstunden, eine kostspielige Ausrüstung, oder eine Platzreife werden  nicht benötigt. Alter, Geschlecht oder kulturelle und soziale Herkunft spielen keine Rolle. Auch Menschen mit Handicap können oft dabei sein. Das Miteinander zählt mehr, als der sportliche Ehrgeiz. Bereits mehrfach waren Flüchtlinge mit ihren Deutschlehrern zum Boulespiel auf dem Platz. Das nächste Ziel ist es, Flüchtlingen und sozial Benachteiligten die reguläre Mitgliedschaft im Tennisclub zu ermöglichen. Kostenfreie Schnupperstunden gibt es bereits und gebrauchte Tennisschläger werden gestellt. Aus den „Gästen“ sollen reguläre Mitglieder werden: „Integration – Spielend leicht“.

Der FV „Rheingold“ will den Rübenacher Nachwuchs „bewegen“. In Kindergärten und Schulen wird immer wieder festgestellt, dass Bewegung und Sport in der Welt der Kleinen immer weniger Raum hat. Einer der Gründe dafür ist, dass die Straßenspielkultur aus dem Tagesablauf von Kindern weitgehend verschwunden ist. Dabei ist richtig ausgewählte und gut dosierte körperliche Aktivität wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung. Aus diesen Überlegungen wurde 2014 gemeinsam mit der Grundschule Rübenach die Idee der „Ballsportorientierten Klasse“ geboren. Im Schuljahr 2014/15 starteten die ersten Schüler als ‚Piloten‘. Die Kinder sollen mit der täglichen Sportstunde ihre motorischen Fähigkeiten und Freude an Bewegung und Koordination erfahren. Das noch immer andauernde Projekt ist Teil des „Rübenacher Modells“, mit dem sich der Verein  - wissenschaftlich begleitet - für die Zukunft aufstellt. In Planung ist die Einbindung von vier Kindergärten mit der „Mini-Ballschule“.

Lobende Anerkennung für fünf Vereine

Lobende Anerkennungen, mit jeweils 100 Euro dotiert, gab es für das große Engagement der

  • Coblenzer Turngesellschaft 1880 e. V. für das Angebot „Cheerleading“
  • Schulsportverein DJK Bischöfliches Cusanus-Gymnasium Koblenz e.V. für  „Cheerleading-Schulsport mit den Mighty Dragons“
  • Turnerschaft Bendorf 1861/ 1890 e.V. für „Kängurus - Jugendarbeit von klein auf“
  • TuS Germania Arenberg 1896 e.V. für die Kooperation mit einer Grundschule
  • TSV Lay 1895/1919 e.V. für ihr Engagement im Jugend- und Seniorensport


Die Jury (Jochen Dick, Ressortleiter Sport Rhein-Zeitung, Peter Joppich, mehrfacher Weltmeister im Florettfechten, Monika Sauer, Präsidentin Sportbund Rheinland, Henrik Schneider, TOP-Magazin Koblenz, Rüdiger Sonntag, Leiter Sport- und Bäderamt sowie Werner Birkenheier und Judith Sauerborn von der Volksbank Koblenz Mittelrhein eG) hatte sich die Auswahl nicht leicht gemacht. Der persönliche Einsatz und das Herzblut der Vereinsmitglieder haben die Jury sehr beeindruckt. So lagen auch die Bewertungen vielfach dicht beieinander.

Mit den Sternen des Sports ehren der Deutsche Olympische Sportbund und die Volksbanken und Raiffeisenbanken die tagtägliche, gemeinnützige, lokale Leistung, die Sportvereine zum Wohl ihrer Vereinsmitglieder und der Allgemeinheit erbringen. Der Wettbewerb findet auf drei Ebenen statt: lokal werden die Bronzesterne verliehen, auf Landesebene die silbernen Sterne. Höhepunkt  ist die Auszeichnung der „Sterne des Sports“ in Gold: In den vergangenen Jahren haben Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bundessieger persönlich ausgezeichnet.

Die glücklichen Gewinner mit Vorstand Walter Müller und der Jury.

Pressekontakt